Whoop, Cinewhoop oder 5-Zoll: Welche FPV-Drohne passt?
Im FPV-Bereich gibt es verschiedene Klassen von Drohnen. Die bekanntesten sind Whoops, Cinewhoops und 5-Zoll-Drohnen. Sie unterscheiden sich in Grösse, Gewicht, Einsatzort und Flugcharakter. Dieser Vergleich hilft Ihnen, die passende Klasse für Ihre Pläne zu wählen.
Whoop: klein und gutmütig
Ein Whoop ist eine sehr kleine FPV-Drohne mit Propellern in einem Schutzring. Sie wiegt nur wenige Dutzend Gramm und fliegt meist mit einem Akku mit einer oder zwei Zellen. Whoops eignen sich für drinnen, für den Garten bei Windstille und zum Üben. Ein Zusammenstoss mit einer Wand oder einem Möbelstück ist meist harmlos. Gerade für den Einstieg ins FPV-Fliegen ist ein Whoop eine beliebte Wahl. Sie lernen damit Kurven, enge Durchflüge und Gefühl für die Steuerung. Die kleinen Motoren werden bei vielen Flügen hintereinander warm. Gönnen Sie der Drohne zwischendurch Pausen.
Cinewhoop: ruhige Aufnahmen
Ein Cinewhoop ist grösser als ein Whoop, hat aber ebenfalls Propeller in Schutzringen. Je nach Modell sind es Propeller mit etwa 2 bis 3,5 Zoll. Cinewhoops sind für ruhige, flüssige Aufnahmen gedacht, zum Beispiel durch Räume oder nahe an Objekten vorbei. Sie können oft eine Kamera für Aufnahmen in höherer Qualität tragen. Der Schutzring macht sie zugänglicher, ersetzt aber keine Vorsicht. Wegen der Schutzringe sind Cinewhoops weniger wendig als offene Drohnen. Für ruhige Kamerafahrten ist das kein Nachteil. Halten Sie Abstand zu Menschen und Tieren. Eine Auswahl finden Sie unter Cinewhoops & Profi-Drohnen.
5-Zoll: schnell und kraftvoll
Die 5-Zoll-Drohne ist die klassische FPV-Drohne für Freestyle und Racing. Sie hat offene Propeller mit 5 Zoll Durchmesser und fliegt meist mit 4S- oder 6S-Akkus. Sie ist schnell, wendig und trägt eine Action-Kamera. Dafür verlangt sie viel Übung, eine freie Fläche und grosse Sorgfalt. Offene Propeller einer 5-Zoll-Drohne können ernsthafte Verletzungen verursachen. Fliegen Sie nur fern von Menschen und Tieren. Viele 5-Zoll-Drohnen sind modular aufgebaut, einzelne Teile lassen sich nach einem Absturz austauschen. Eine Auswahl finden Sie unter FPV-Drohnen & Racing.
Der Vergleich auf einen Blick
- Einsatzort: Whoop drinnen und im Garten, Cinewhoop drinnen und draussen, 5-Zoll draussen auf freien Flächen.
- Lernkurve: Whoop am einfachsten, Cinewhoop mittel, 5-Zoll anspruchsvoll.
- Akkus: Whoop 1S bis 2S, Cinewhoop je nach Modell 3S bis 6S, 5-Zoll meist 4S oder 6S.
- Robustheit: Schutzringe bei Whoop und Cinewhoop schonen Umgebung und Drohne.
- Flugzeit: bei allen Klassen kurz, je nach Modell und Flugstil wenige Minuten.
- Ersatzteile: Bei allen Klassen sollten Propeller, Akkus und Rahmenteile erhältlich sein.
- Lautstärke: Whoops sind leise, 5-Zoll-Drohnen deutlich lauter. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Umgebung.
- Transport: Whoop und Cinewhoop passen in eine kleine Tasche, eine 5-Zoll-Drohne braucht mehr Platz.
Welche Klasse für den Einstieg?
Für die meisten Einsteiger ist ein Whoop ein guter Weg, um FPV kennenzulernen. Er ist günstig, verträgt Fehler und lässt sich fast überall fliegen, wo Platz ist. Wer vor allem Videos drehen möchte, kann nach ersten Übungen zu einem Cinewhoop wechseln. Eine 5-Zoll-Drohne kommt erst in Frage, wenn Sie im Simulator und mit kleinen Drohnen sicher fliegen. So schonen Sie Material und Nerven. Es gibt auch Zwischengrössen mit 3 oder 4 Zoll ohne Schutzring. Sie sind leichter als eine 5-Zoll-Drohne und eignen sich, wenn Sie schon etwas Erfahrung haben. Beachten Sie die Vorschriften für Drohnenflüge in der Schweiz.
Zubehör passend zur Klasse
Jede Klasse braucht eigene Propeller, Akkus und Ersatzteile. Whoop-Akkus haben oft eigene kleine Stecker. Bei 5-Zoll-Drohnen sind grössere Stecker üblich. Achten Sie beim Kauf auf die genaue Bezeichnung. Ersatzrahmen und Hauben für kleine Drohnen finden Sie unter Mikro- & Whoop-Rahmen. Mehr zu Propellern lesen Sie im Ratgeber Propeller wählen.
Typische Fehler beim Kauf
- Eine 5-Zoll-Drohne als erste Drohne wählen, ohne vorher geübt zu haben.
- Akkus mit falschem Stecker oder falscher Zellenzahl bestellen.
- Nicht prüfen, ob Brille und Drohne dasselbe Videosystem nutzen.
- Zu wenige Akkus und keine Ersatzpropeller einplanen.
- Übersehen, dass der Empfänger der Drohne zum Funkprotokoll der eigenen Fernsteuerung passen muss.
Häufige Fragen
Kann ich mit einem Whoop draussen fliegen?
Ja, bei Windstille. Ein Whoop ist leicht und wird von Wind schnell abgetrieben. Fliegen Sie draussen nur auf freien Flächen.
Brauche ich für alle Klassen dieselbe Brille?
Die Brille muss zum Videosystem der Drohne passen. Wenn alle Drohnen dasselbe System nutzen, genügt eine Brille.
Ist ein Cinewhoop für Anfänger geeignet?
Nach einigen Übungsstunden mit einem Whoop oder im Simulator meist ja. Er fliegt ruhiger als eine 5-Zoll-Drohne.
Allgemeine Hinweise ohne Gewähr. Gehen Sie mit LiPo-Akkus, rotierenden Propellern und Elektronik sorgfältig um und beachten Sie die Herstellerangaben sowie die Vorschriften für Drohnenflüge in der Schweiz.







